Allgemeines

Die Krankenversicherungen erheben ihre Prämien ohne Rücksicht auf das Einkommen und das Vermögen. Dies kann zu einer grossen finanziellen Belastung führen. Hier können Prämienverbilligungen helfen.

Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen werden Prä­mien­ver­billigungen für die Krankenpflegeversicherung gewährt. Durch die Ver­billigung der Prämien soll den anspruchs­berech­tigten Personen ein angemessener Ver­sicherungs­schutz zu finanziell tragbaren Bedingungen gewährleistet werden.

Anspruch

Anspruch auf Prämienverbilligung im Kanton Luzern haben grundsätzlich Personen und Familien, die

  • am 1. Januar des Anspruchsjahres im Kanton Luzern steuerrechtlichen Wohnsitz haben und
  • bei einer obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG angeschlossen sind.

Für Zuzüger aus dem Ausland ist ein unterjähriger Anspruch möglich, sofern sie eine obligatorische Krankenpflegeversicherung haben.

Anmeldung

Der Anspruch auf Prämienverbilligung ist jedes Jahr neu mit einer Anmeldung bei WAS Ausgleichs­kasse Luzern geltend zu machen. Am schnellsten und einfachsten geht dies mit unserer Online Anmeldung. Bei Fragen steht Ihnen unser Chatbot Wasi auf der rechten Seite des Bildschirms gerne zur Verfügung.

Das Gesuch sollte innerhalb der ordentlichen Einreichefrist bis 31. Oktober des Vorjahres eingereicht werden (z.B. Prämienverbilligung 2021 - Einreichefrist bis 31. Oktober 2020). Wird die Anmeldung nach dieser ordent­lichen Frist ein­ge­reicht, werden nur diejenigen Prämien verbilligt, die nach der Gesuch­stellung fällig werden.

Berechnung

Massgebend sind die Steuerwerte der letzten rechtskräftigen Steuerveranlagung gemäss kantonalem Steuergesetz. Personen, die keine Steuererklärung eingereicht haben, obwohl sie dazu ver­pflichtet sind, haben keinen Anspruch auf Prämienverbilligung.

Für die Berechnung des Prämienverbilligungsanspruches gelten die regionalen Richtprämien, die der Regierungsrat jeweils bis Mitte November des Vorjahres festlegt. Ein Anspruch besteht, wenn die regionalen Richt­prämien einen bestimmten Prozentsatz des mass­gebenden Einkommens übersteigen. Es wird von einem minimalen Selbst­behalt von 10% und einem je nach Einkommenshöhe abgestuften Prozent­satz ausgegangen. Hier finden Sie ein Berechnungsbeispiel, welches detailliert aufzeigt, wie die Berechnung erfolgt.

Das für die Berechnung massgebende Einkommen setzt sich aus dem Nettoeinkommen mit verschiedenen Aufrechnungen und Abzügen sowie 10% des Reinvermögens zusammen. Ein Anspruch auf 50% der Richtprämien für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung besteht, wenn das gemeinsame massgebende Einkommen einen bestimmten Wert nicht übersteigt.

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie allenfalls Anspruch auf Prämienverbilligung haben, können Sie hier eine Online Berechnung durchführen. Für die Anmeldung benutzen Sie bitte das Anmeldeformular.

Auszahlung

Nach Erhalt des schriftlichen Entscheides über den Anspruch auf Prämien­verbilligung erfolgt die Auszahlung gemäss Bundesgesetz über die Kranken­versicherung direkt an den Krankenversicherer.

Die Krankenversicherung wird den Anspruch auf Prämienverbilligung bei der monatlichen Prämienrechnung in Abzug bringen.

Neuberechnung

Sie können eine Neuberechnung verlangen, sofern die folgenden Voraus­setzungen erfüllt sind:

  • die Einkommensverhältnisse haben sich im Vergleich zu den im Entscheid verwendeten  Steuerzahlen/Quellensteuereinkommen um mehr als 25 % verschlechtert oder
  • bei Geburt eines Kindes im Anspruchsjahr.

Bitte den Antrag via Kontaktformular bis spätestens 31.12. des Anspruchsjahres bei der Ausgleichskasse einreichen.