Fragen und Antworten

Ich habe kein Anmeldeformular erhalten, glaube aber, Anspruch auf Prämienverbilligung zu haben. Was muss ich tun?

Die Anmeldung können Sie online unter «Anmeldeformular Prämienverbilligung» vornehmen. Bei Fragen wählen Sie bitte unsere Hotline-Nummer 041 375 08 88.

Bis wann muss der Anspruch geltend gemacht werden?

  • Bis spätestens 31. Oktober des Vorjahres, für welches der Anspruch geltend gemacht wird.
  • Erfolgt die Anmeldung erst im Anspruchsjahr, besteht ein Anspruch auf Prämienverbilligung ab dem Folgemonat der Einreichung.

Wo muss die Anmeldung eingereicht werden?

Direkt bei der Ausgleichskasse Luzern.

Muss für jedes Familienmitglied eine Anmeldung eingereicht werden?

Ehepaare müssen nur eine Anmeldung auf den Namen des Mannes oder der Frau unter «Anmeldeformular Prämienverbilligung» erfassen. Kinder bis 18 Jahre und Jugendliche in Ausbildung bis 25 Jahre im gleichen Haushalt werden automatisch in die Berechnung eingeschlossen.

Wie müssen junge Erwachsene unter 25 Jahren den Anspruch geltend machen

Anmeldung zusammen mit den Eltern:

Am 1. Januar in Ausbildung stehende junge Erwachsene, die bei ihren unterhaltspflichtigen Eltern wohnen, haben mit diesen zusammen einen gemeinsamen Anspruch. Der Anspruch wird aufgrund des gemeinsamen massgebenden Einkommens berechnet.

Eigene Anmeldung:

  • Am 1. Januar eines Anspruchsjahres nicht in Ausbildung.
  • Am 1. Januar in Ausbildung stehende junge Erwachsene mit eigenem steuerrechtlichen Wohnsitz.

Erhalten Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) zusätzlich Prämienverbilligung?

Personen mit EL zur AHV/IV haben Anspruch auf die Verbilligung der vollen Durchschnitts­prämien. Die Prämienverbilligung wird von der Ausgleichskasse Ende November für das folgende Jahr direkt an den Krankenversicherer ausbezahlt. Für im gleichen Haushalt lebende Personen (Ehepartner, minderjährige Kinder, junge Erwachsene in Ausbildung) ohne Ergän­zungs­leistungen muss zusätzlich ein Anmeldeformular eingereicht werden.

Welche Steuerwerte sind für die Berechnung massgebend?

Massgebend für die Berechnung ist die letzte rechtskräftige Steuerveranlagung. Provisorische Veranlagungen können nicht berücksichtigt werden. Bei Quellenbesteuerten ist das letzte vollständig abgerechnete Quellensteuerjahr massgebend.

Welche Aufrechnungen und Abzüge werden bei der Berechnung berücksichtigt

Aufgerechnet werden laut Steuerveranlagung das Nettoeinkommen (Ziffer 310), Beiträge an Säule 3a (Ziffern 260/261), Beiträge an 2. Säule (Ziffern 280/282), Geschäftsverluste (Ziffer 290) und 10% des Reinvermögens (Ziffer 470).

Abgezogen werden krankheits-, unfall- und behinderungsbedingte Kosten (Ziffer 320) und 9'000 Franken pro Kind.

Wer ist zuständig für die Festlegung der regionalen Richtprämien und des Prozentsatzes?

  • Der Bund (Departement des Innern) bestimmt jedes Jahr neu für alle Kantone die regionalen Durchschnittsprämien.
  • Der Regierungsrat des Kantons Luzern bestimmt die regionalen Richtprämien und den Prozentsatz in der Verordnung zum Gesetz über die Verbilligung von Prämien der Krankenversicherung im Kanton Luzern.

Wie wird ein möglicher Anspruch berechnet, wenn sich Änderungen der Familienverhältnisse im Anspruchsjahr ergeben?

Massgebend sind die familiären Verhältnisse am 1. Januar des Anspruchsjahres.

Beispiel:

  • Am 1. Januar verheiratet, 2 Kinder, per 19. März getrennt. Der Anspruch wird ohne Berücksichtigung der Trennung für die ganze Familie berechnet.
  • Am 1. Januar verheiratet, Ehefrau oder Ehemann lebt im Ausland und zieht per 10. Februar des Anspruchsjahres in den Kanton Luzern: Ein Anspruch kann für beide Ehepartner geltend gemacht werden. Für jenen Ehepartner, welcher am 1. Januar keinen Wohnsitz im Kanton Luzern hatte, erfolgt der Anspruch ab dem Folgemonat der Einreichung der Anmeldung. Zwingend ist ein Krankenversicherungsabschluss nach KVG.

Wann erhalte ich den Entscheid?

Massgebend für die Berechnung sind die familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse am 1. Januar des Anspruchsjahres. Deshalb erfolgt der Entscheid frühestens ab Mitte Januar. Bei Gesuchen, welche noch weiterer Abklärungen bedürfen, kann sich der Entscheid verzögern (s. nachfolgend).

Warum kann es trotz fristgerechter Einreichung (31. Oktober) zu einer Verzögerung der Prüfung eines möglichen Anspruchs kommen (nach Januar)?

  • Aktuellste Steuerveranlagung ist noch nicht rechtskräftig (bei Heirat oder Trennung).
  • Die letzte rechtskräftige Veranlagung liegt mehr als vier Jahre zurück (betrifft vielfach Selbständigerwerbende).
  • Aktuellste Steuerveranlagung ab Zuzug in den Kanton Luzern ist noch nicht rechtskräftig.

Wann erfolgt die Auszahlung der Prämienverbilligung?

Die Auszahlung wird nach Erstellung des schriftlichen Entscheides vorgenommen. Sie erfolgt rückwirkend per 1. Januar und wird direkt an den Krankenversicherer überwiesen. Dieser stellt die reduzierte Prämienrechnung aus. Es kann einige Zeit dauern, bis Ihnen der Kranken­ver­si­cherer Ihren Anteil gutschreibt.
Ist die Prämienverbilligung höher als die tatsächlich geschuldete Krankenkassenprämie, wird nur die effektive Prämie verbilligt.

Welche Krankenversicherer sind in der Schweiz anerkannt?

Alle vom Bund anerkannten Krankenversicherer finden Sie auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Ich habe den Krankenversicherer gewechselt. Muss ich das melden?

Ein Krankenkassenwechsel müssen Sie uns nicht melden. Wir haben eine ent­sprech­ende Meldung bereits erhalten und Ihre Prämienverbilligung an Ihre jetzige Krankenkasse über­wiesen.

Wann kann eine Neuberechnung geltend gemacht werden?

Unabhängig der Einsprachefrist kann eine Neuberechnung bis 31. Dezember des Anspruchs­jahres bei der Ausgleichskasse per Mail, schriftlich oder telefonisch verlangt werden. Ein zusätzlicher Anspruch auf Prämienverbilligung ist möglich, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:

  • Bei Geburt eines Kindes im Anspruchsjahr, ab Geburtsmonat.
  • Die Steuerveranlagung des Anspruchsjahres weicht wesentlich, d.h. mindestens 25% von der ursprünglichen Berechnungsgrundlage ab.