Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigungen haben in der Schweiz oder im Ausland wohnende Personen, die

  • in der schweizerischen Armee, im militärischen Frauendienst und im Rotkreuzdienst Dienst leisten
  • Zivildienst leisten
  • im Zivilschutz Dienst leisten
  • an eidgenössischen oder kantonalen Leiterkursen von Jugend und Sport teilnehmen
  • an Jungschützenleiterkursen teilnehmen

Die Dienstleistenden erhalten von den Rechnungsführern bzw. der Vollzugsstelle für jeden Dienst eine Meldekarte über die geleisteten Diensttage und leiten sie vollständig ausgefüllt weiter an den Arbeitgeber. Nichterwerbstätige leiten ihre Meldekarte an die kantonale Ausgleichskasse des Studienortes oder des Wohnsitzkantons weiter. Ohne Meldekarte wird keine Entschädigung ausgerichtet.

Mutterschaftsentschädigung (MSE)

Erwerbstätige Mütter können für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes eine Mutterschaftsentschädigung erhalten. Dazu muss die Mutter in den neun Monaten vor der Geburt in der Schweiz bei der AHV/IV/EO versichert gewesen sein. Zudem muss sie innerhalb dieser neun Monate mindestens fünf Monate erwerbstätig gewesen sein. Zum Zeitpunkt der Geburt muss die Mutter in einem Arbeitsverhältnis stehen oder als Selbständigwerbende bei einer Ausgleichskasse angeschlossen sein. Nimmt die Mutter die Arbeit innerhalb der 14 Wochen nach der Geburt wieder auf, entfällt für die restliche Zeit der Anspruch auf die Entschädigung.

Die Mutterschaftsentschädigung muss mit dem offiziellen Formular angemeldet und bei jener Ausgleichskasse eingereicht werden, bei der zuletzt Beiträge abgerechnet worden sind.

Vaterschaftsentschädigung (VSE)

Väter erhalten bei der Geburt ihres Kindes seit dem 1. Januar 2021 zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Väter haben Anspruch auf Vaterschaftsurlaub, wenn

  • ihr Kind nach dem 1. Januar 2021 geboren wurde,
  • sie in den letzten neun Monaten vor der Geburt des Kindes nach AHV-Gesetz obligatorisch versichert und in dieser Zeit mindestens fünf Monate lang erwerbstätig waren,
  • sie am Tag der Geburt als Arbeitnehmer oder Selbstständigerwerbende gelten.

Die Urlaubstage können am Stück, wochen- oder tageweise bezogen werden. Die Anmeldung erfolgt durch den Arbeitgebenden, nachdem der 14-tägige Vaterschaftsurlaub bezogen wurde oder spätestens sechs Monate nach der Geburt des Kindes. Zuständig ist die Ausgleichskasse jenes Arbeitgebers, bei welchem der letzte Tag des Vaterschaftsurlaubs bezogen wurde. Selbstständige können sich bei der für sie zuständigen Ausgleichskasse anmelden.

Das Anmeldeformular für eine Vaterschaftsentschädigung finden Sie hier.

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent Ihres AHV-pflichtigen Bruttolohns vor der Geburt oder maximal 196 Franken pro Tag.

Für Selbstständigewerbende gilt das Erwerbseinkommen im Kalenderjahr vor der Geburt als Berechnungsgrundlage. Auf Antrag kann das auf den Tag errechnete Einkommen im Geburtsjahr berücksichtigt werden.

Betreuungsentschädigung (BUE)

Eltern, die ein Kind betreuen müssen, welches wegen einer Krankheit oder eines Unfalls gesundheitlich schwer beeinträchtigt ist, erhalten seit dem 1. Juli 2021 eine Betreuungsentschädigung. 

Der Betreuungsurlaub dauert maximal 14 Wochen und kann innerhalb von 18 Monaten tage- oder wochenweise bezogen werden. Die Eltern können den Betreuungsurlaub frei unter sich aufteilen. 

Die Höhe der Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Lohns; maximal jedoch 196 Franken pro Tag. 

Die Entschädigung wird über die Erwerbsersatzordnung finanziert.

Das Anmeldeformular für eine Betreuungsentschädigung finden Sie hier.