Der Luzerner Regierungsrat hat aufgrund eines Bundesgerichtsurteils die Einkommensgrenze für die Prämienverbilligung für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung für die Jahre 2017, 2018 und 2019 neu festgesetzt. Die Medienmitteilung vom 31. Januar 2019 finden Sie hier.

Die Korrekturberechnungen wurden inzwischen vorgenommen und die betreffenden Personen informiert.

Haben Sie aufgrund der tieferen Einkommensgrenze für die Verbilligung von Prämien für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung für die Jahre 2017, 2018 oder 2019 kein Gesuch gestellt, so können Sie dies bis am 31. Oktober 2019 nachholen. Sie haben somit die Möglichkeit, rückwirkend ein Gesuch zu stellen.

In der rechten Spalte finden Sie die Formulare zur Online-Anmeldung der Prämienverbilligung. ACHTUNG: Es ist sehr wichtig, die jeweils passende Online-Anmeldung für die einzelnen Jahre zu wählen!

Allgemeines

Die Krankenversicherungen erheben ihre Prämien ohne Rücksicht auf das Einkommen und das Vermögen. Dies kann zu einer grossen finanziellen Belastung führen. Hier können Prämienverbilligungen helfen.

Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen werden Prä­mien­ver­billigungen für die Krankenpflegeversicherung gewährt. Durch die Ver­billigung der Prämien soll den anspruchs­berech­tigten Personen ein angemessener Ver­sicherungs­schutz zu finanziell tragbaren Bedingungen gewährleistet werden.

Anspruch

Anspruch auf Prämienverbilligung im Kanton Luzern haben grundsätzlich Personen und Familien, die

  • am 1. Januar des Anspruchsjahres im Kanton Luzern steuerrechtlichen Wohnsitz haben und
  • bei einer obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG angeschlossen sind.

Für Zuzüger aus dem Ausland ist ein unterjähriger Anspruch möglich, sofern sie eine obligatorische Krankenpflegeversicherung haben.

Anmeldung

Der Anspruch auf Prämienverbilligung ist jedes Jahr neu mit einer Anmeldung bei WAS Ausgleichs­kasse Luzern geltend zu machen. Die Daten für die Anmeldung kön­nen online unter «Anmeldeformular Prämienverbilligung» erfasst werden. Bei Fragen wählen Sie bitte unsere Hotline-Nummer 041 375 08 88.

Das Gesuch sollte innerhalb der ordentlichen Einreichefrist bis 31. Oktober des Vorjahres eingereicht werden (z.B. Prämienverbilligung 2020 - Einreichefrist bis 31. Oktober 2019). Wird die Anmeldung nach dieser ordent­lichen Frist ein­ge­reicht, werden nur diejenigen Prämien verbilligt, die nach der Gesuch­stellung fällig werden.

Berechnung

Für die Berechnung des Prämienverbilligungsanspruches gelten die vom Regierungs­rat jährlich neu festgesetzten, regionalen Richtprämien. Ein Anspruch besteht, wenn die regionalen Richt­prämien einen bestimmten Prozentsatz des mass­gebenden Einkommens übersteigen. Es wird von einem minimalen Selbst­behalt von 10% und einem je nach Einkommenshöhe abgestuften Prozent­satz ausgegangen.

Massgebend sind die Steuerwerte der letzten rechtskräftigen Steuerveranlagung gemäss kantonalem Steuergesetz.

Personen, die keine Steuererklärung eingereicht haben, obwohl sie dazu ver­pflichtet sind, haben keinen Anspruch auf Prämienverbilligung.

Das für alle Berechnungen massgebende Einkommen setzt sich aus dem Nettoeinkommen mit verschiedenen Aufrechnungen und Abzügen sowie 10% des Reinvermögens zusammen. Ein Anspruch auf 50% der Richtprämien für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung besteht, wenn das gemeinsame massgebende Einkommen einen bestimmten Wert nicht übersteigt.

Massgebend für die Berechnung sind die regionalen Richtprämien. Der Regierungs­rat legt die für das jeweilige Anspruchs­jahr mass­geben­den regionalen Richt­prämien jeweils bis Mitte November des Vorjahres fest.

Auszahlung

Nach Erhalt des schriftlichen Entscheides über den Anspruch auf Prämien­verbilligung erfolgt die Auszahlung gemäss Bundesgesetz über die Kranken­versicherung direkt an den Krankenversicherer.

Die Krankenversicherung wird den Anspruch auf Prämienverbilligung bei der monatlichen Prämienrechnung in Abzug bringen.

Neuberechnung

Sie können eine Neuberechnung verlangen, sofern die folgenden Voraus­setzungen erfüllt sind:

  • die Einkommensverhältnisse haben sich im Vergleich zu den im Entscheid verwendeten  Steuerzahlen/Quellensteuereinkommen um mehr als 25 % verändert oder
  • bei Geburt eines Kindes im Anspruchsjahr.

Bitte den Antrag schriftlich oder telefonisch (Hotline 041 375 08 88) bis spätestens 31.12. des Anspruchsjahres bei der Ausgleichskasse einreichen.